Ich habe wahres Glück gefunden

Bryces Geschichte


Die heiligen Schriften, daneben liegt ein Stift.

Als Teenager gab ich jeden Tag meiner Pornografiesucht nach und hasste das Leben. Ich wurde meiner Familie, der Kirche, Schule und meinen Freunden gegenüber verbittert. Ich wusste, dass ich Hilfe brauchte. Ich versuchte mehrmals, von selbst aufzuhören, doch meine Sucht schien immer wieder stärker zu sein als meine Willenskraft. Ich fühlte mich gefangen.

Ich gab Versuchungen nach, weil ich das Hochgefühl haben wollte, das so oft mit einer Sucht einhergeht. Doch statt des Hochgefühls fühlte ich mich mit jedem Rückfall nur noch schlechter. Ich meinte, nie eine tiefer gehende Beziehung eingehen zu können, weil ich durch meine Sucht das Leben eines anderen zerstören könnte. Deshalb distanzierte ich mich von den Menschen, die mir nahe standen und war schließlich ganz allein. Ich bezweifelte, dass ich mich jemals ändern könnte, und sah keinen Ausweg. Allmählich wurde mir klar, wie fest Satan mich mit seinen Stricken gebunden hatte, aber ich wollte mich noch immer zu meinen Bedingungen ändern und nicht auf die Weise, die Gott für mich vorsah.

Nach etlichen Jahren dieser Lebensweise änderten sich meine Verhältnisse. Ich fing an, im Ausland zu arbeiten und zu studieren. Und weil ich nicht regelmäßig Zugriff aufs Internet hatte, konnte ich meiner Pornografiesucht nicht nachgehen. Ich wurde äußerst reizbar und unausstehlich. Eines Abends, als ich im Bett lag, sagte ich zu mir: „Weißt du was? Ich brauche das nicht mehr. Ich brauche keine Pornografie. Ich will glücklich sein, und ich bin es gerade nicht.“ Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem ich es satt hatte, der zu sein, mit dem niemand etwas zu tun haben wollte, und ich wollte glücklich sein. Endlich spürte und wusste ich, dass ich meine Süchte durch die Macht des Sühnopfers überwinden konnte und dass Heilung möglich war. Es war seit langem das erste Mal, dass ich stark den Heiligen Geist verspürte. Ich fühlte mich befreit, als die Ketten des Satans sich bei mir zu lösen begannen.

Wenig später erfuhr ich vom Genesungsprogramm der Kirche für Suchtkranke, und es ist seitdem ein wesentlicher Teil meiner Genesung gewesen. Die im Programm vermittelten Grundsätze haben mir geholfen, mich wieder in die Schriften zu vertiefen, nach Antworten auf meine Sorgen zu suchen und die Liebe und den Geist Gottes reichlicher zu spüren. Bei den wöchentlichen Treffen habe ich die Möglichkeit, wieder aufzutanken, zu beurteilen, wie weit meine Genesung fortgeschritten ist, und die Änderungen vorzunehmen, die ich brauche, um weiterhin Fortschritt zu machen. Ich befasse mich in jedem Schritt des Programms immer wieder mit den Grundsätzen des Evangeliums, denn sie helfen mir, dem Erlöser näherzukommen. Ich merke, dass ich mich ändere.

Der Weg zur Genesung war nicht leicht. Seit ich mich aber um Hilfe durch das Sühnopfer bemüht habe, bin ich viel glücklicher geworden. Ich bin meinem Erlöser und meiner Familie näher denn je. Jetzt spüre ich die Liebe und beständige Führung des himmlischen Vaters in meinem Leben. Die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe, war, zuzulassen, dass Christus mir hilft, meine Pornografiesucht zu überwinden. Ohne ihn wäre ich nicht frei.