Ich fügte mich dem Herrn

Nathanials Geschichte


Ein Mann auf dem Boden ergreift eine helfende Hand.

Meine Geschichte handelt von meiner Sucht nach rezeptpflichtigen Schmerzmitteln und fast allen Drogen. Meine Sucht führte dazu, dass ich obdachlos wurde und keine Freunde hatte. Ich hatte meine Familie so sehr verletzt, dass sie Abstand von mir nehmen und mich die Fehler erkennen lassen mussten, die ich gemacht hatte. Ich lebte auf der Straße und jagte der einzigen Antwort nach, von der ich glaubte, dass sie mir helfen konnte, meinen Kummer und meinen Schmerz zu überstehen. Ich fühlte mich hoffnungslos, hilflos und sehr allein.

Eines Abends betete meine Mutter inbrünstig zum Vater im Himmel, weil sie nicht mehr wusste, wie sie mir helfen konnte. Ihr Gebet wurde erhört, als ich zwei Wochen später ohne Möglichkeit auf Kaution verhaftet wurde und somit lange Zeit ins Gefängnis musste. Endlich fand und erhielt ich die Behandlung, die ich brauchte. Während ich im Gefängnis saß, erfuhr ich vom Genesungsprogramm der Kirche für Suchtkranke, den Anonymen Alkoholikern und den Narcotics Anonymous, einer Organisation für genesende Drogenabhängige. Ich traf ein unglaublich treues Mitglied der Kirche, das mich darauf aufmerksam machte, dass das Licht Christi in mir nie ausgelöscht worden war, sondern dass ich es lediglich unter „Scheffeln und Körben“ der Drogensucht und Sünde versteckt hatte.

Eines Abends legte ein anderer Suchtkranker bei dem Treffen Zeugnis ab. Das gab mir zum ersten Mal Grund zu glauben, dass es Licht am Ende des Tunnels gebe. Ich hatte endlich das Gefühl, dass es möglich war, von der Sucht loszukommen, und dass ich die Wahl hatte, mich anders zu verhalten. An diesem Abend fügte ich mich meinem Herrn und Erretter. Seitdem bin ich nicht mehr süchtig. Ich verspüre jetzt seit über acht Jahren keinen Drang mehr, zu trinken oder Drogen zu nehmen.

Ich habe oft gekämpft und Fehler gemacht und bin manchmal nicht den Weg gegangen, den der Vater im Himmel mir gezeigt hat. Aber ich bin nicht zu meinem Suchtverhalten zurückgekehrt, und darauf kommt es an. Ich habe seit zweieinhalb Jahren einen Tempelschein. Ich bin für Zeit und alle Ewigkeit an meine Frau und meine drei Töchter gesiegelt worden. Ich habe treu viele Berufungen in der Kirche erfüllt und betreue momentan Drogensüchtige und biete diesen Lichtstrahl der heilenden Macht Christi vielen anderen Menschen an, die vom Weg abgekommen sind. Dank des Abgrunds, in dem ich gewesen bin, ist mir bewusst, wie gesegnet ich bin.

Ich danke meinem Vater aus tiefstem Herzen dafür, dass er sich um mich gekümmert hat und mir den Weg zu ihm zurück gezeigt hat.