Die Suche nach mehr

Chrisʼ Geschichte


Ein Mann betrachtet den Sonnenuntergang.

Als ich noch ganz klein war, heiratete meine Mutter einen Mann, der Alkoholiker war und sowohl sie als auch mich körperlich misshandelte. Ich flüchtete mich in Alkohol und Drogen und war schon mit 12 Jahren süchtig. In den darauffolgenden Jahren benutzte ich Zigaretten, Sex, Alkohol und Drogen, um meiner schmerzhaften Realität zu entkommen. Aufgrund dessen, was aus meinem Leben geworden war, fühlte ich mich in Gesellschaft von nur Drogensüchtigen und anderen Außenseitern wohl.

Als ich 30 wurde, hatte ich das Elend und das Leid, das mit dem Leben eines Drogensüchtigen einhergeht, satt. Ich beschloss, nach Hause zu gehen, um Liebe zu finden und mich mit meiner Familie zu versöhnen, hatte aber keinen Erfolg. Dann interessierte ich mich zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben für Kirchen. Als ich diverse Kirchen besuchte und Antworten suchte, die mich zu einem besseren Leben führen würden, verspürte ich ein bisschen Trost und Zufriedenheit. Schließlich entschied ich mich für eine der Kirchen, aber wegen meiner Lebensweise wurde ich bald ausgeschlossen, und die Mitglieder der Kirche wurden angewiesen, mich zu meiden. Aufgrund dieser Erfahrung war das Thema „Religion“ für mich erledigt, und ich fing wieder an, viel zu trinken. Als ich meinen Arbeitsplatz verlor und fast alles Geld, das ich verdiente, für Drogen und Alkohol ausgab, ging es bergab mit mir.

Einige Jahre später erhielt ich einen Anruf von einem früheren Vorgesetzten, der mich bat, in einer anderen Stadt für ihn zu arbeiten. Ich nahm die Stelle an und zog um, aber als ich ein paar Wochen später meinen ersten Lohn bekam, machte ich gleich wieder die Drogenhändler ausfindig und verprasste mein ganzes Einkommen.

Trotz meiner Süchte war ich in der Lage, einigermaßen gute Arbeit zu leisten. Ich erhielt in dieser Zeit sogar Lohnerhöhungen und Beförderungen, aber am Wochenende kaufte ich immer gleich Drogen. Ich wollte mich ändern, ging in das nächstgelegene Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi in meiner Nachbarschaft und traf dort die Missionare an. Ich erzählte ihnen von meinem Wunsch und fing an, mir die Lektionen anzuhören. Ich verspürte den Heiligen Geist und wusste, dass das, was sie mich lehrten, wahr ist. Ich gab mein Suchtverhalten auf und nahm bald darauf die Einladung an, mich taufen zu lassen. Ich war so glücklich und hoffte, dass ich es endlich schaffen würde, für immer von meinen Süchten frei bleiben zu können.

Ein paar Jahre später trug sich jedoch etwas in meiner Familie zu, das dazu führte, dass ich mich abgewiesen fühlte, und ich suchte wieder Drogenhändler auf. Ich kündigte meinen gutbezahlten Arbeitsplatz und wurde schließlich obdachlos, weil ich mein ganzes Geld für meine Süchte ausgab. In dieser schwierigen Zeit empfahl mir mein Bischof das Genesungsprogramm für Suchtkranke, und ich fing an, an den Treffen teilzunehmen.

Dank der inspirierten Grundsätze, die bei diesem Programm vermittelt werden, begab ich mich auf den langen Weg der Genesung. Ich machte viel Fortschritt, schaffte es schließlich, clean zu werden und wurde Kursleiter. Nachdem ich meine Frau kennengelernt hatte und wir geheiratet hatten, wurden wir berufen, als Missionare in dem Programm zu dienen.

Die Evangeliumsgrundsätze, die in den zwölf Schritten des Genesungsprogramms für Suchtkranke vermittelt werden, bewirkten Wunder in meinem Leben, aber acht Monate, nachdem wir unsere Mission begonnen hatten, gab es ein schwieriges Ereignis in meinem Leben, das dazu führte, dass ich wieder zu einigen meiner alten Gewohnheiten zurückkehrte. Ich kämpfte mit mir und musste erkennen, dass ich mich noch mehr verändern und mehr genesen musste, damit ich die Auslöser, die gewöhnlich zu meinem Suchtverhalten führten, endlich überwinden konnte. Doch nach dieser schwierigen Zeit arbeitete ich dann daran, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen, und jetzt führe ich endlich ein Leben frei von Sucht.

Ich habe ein festes Zeugnis, dass wir Sucht überwinden können, indem wir uns auf die Macht des Erretters und seines Sühnopfers verlassen. Ich bin ein Paradebeispiel dafür, dass das Evangelium wahr ist; es hat mein Herz in das verwandelt, was Gott sich wünscht.